9
Tage / 8 Nächte / ca. 300 km per Rad
Streckencharakteristik:
Vom Plattensee durch transdanubische Landschaften geführte Radreise,
mit leichten und hauptsächlich flachen Tagesetappen, 3 Etappen
mit
einigen sanften Steigungen
Reiseverlauf
1.Tag: Ankunft Budapest
Individuelle Ankunft in Budapest, der Hauptstadt Ungarns. Um 18 Uhr
lernen
Sie im Hotel Ihren deutschsprachigen Reiseleiter kennen, der Ihnen die
Radtour näher vorstellt. Abendessen und Übernachtung in Budapest.
2.Tag:
Plattensee - ca. 51 km
Busfahrt an das Südufer des Plattensees nach Balatonaliga.
Hier übernehmen wir unsere Fahrräder, die hier eingestellt und ausprobiert
werden.
Die Tour beginnt an den gepflegten, samtweichen Stränden des flachen
Südufers. Weiter nach Siófok, der Stadt, wo der Operettenkönig
Emmerich
Kálmán geboren wurde. Panoramablick zum hügeligen
Nordufer, buntes
Strandleben mit Badegelegenheit. Über Balatonföldvár
radeln wir nach
Balatonboglár/lelle. Abendessen und Übernachtung.
3.Tag:
Vom Plattensee landeinwärts - ca. 62 km
Durch verträumte Dörfer geht es auf auf kleinen Nebenwegen
fernab nach
Buzsák. Der Ort ist zurecht berühmt durch seine reiche
Volkskunst,
Holzschnitzerei und Bauernkunst. Die umliegende Gegend ist eine Mischung
von Wäldern, Wiesen und Sandpuszta. In den Wäldern nisten
unter anderem
der in Ungarn seltene Seeadler und Schwarzstorch, in den Siedlungen
die
bekannten Weißstörche. In Somogyfajsz liegt eine sog. Urschmelzhütte,
in
deren Museum man eine historische Handwerk-ausstellung besichtigen kann.
Wir kommen zum Schloßhotel Szarkavár
am Rande der ”Blumenstadt”
Kaposvár, wo wir unser Abendessen einnehmen und übernachten.
4.Tag:
Landgüter Eszterházy u. Festetich - ca. 59 km
Nach dem Frühstück weiter per Rad südwärts
nach Pécs. Vorbei an einem
Reiterhof aus alten Zeiten. Wir radeln auf dem neuen Wald-Radweg durch
das herrliche Naturschutzgebiet von Zselicség. Hier können
wir so richtig die
Stille des Waldes und den vielfältigen Reichtum der Natur genießen.
Laub-
und Nadelbäume, geschützte Tier- und Pflanzenwelt sowie verstreut
liegende
idyllische “Einstraßendörfer” mittelalterlichen
Ursprungs. Diese Dörfer waren
alle ab Anfang des 18. Jh. Güter der Eszterházy u. Festetich
Familie.
Die wesentlichen Merkmale dieser sanften pannonischen Landschaft sind
die bewaldeten Hügellandschaften, die mit ihren sanft abfallenden
Tälern
das so charakteristische transdanubische Panorama prägen. Hier
treffen
die das kühle, feuchte Klima liebenden Buchen und die wärmeliebenden
Silberlinden aufeinander. Wir erreichen die von den Kelten gegründeten
und
den Römern kultivierte Stadt Pécs (Fünfkirchen),
die am
südlichen Fuß des Mecsek-Gebirges liegt. Pècs war
europäische Kulturhauptstadt 2010. Hier Abendessen
und
Übernachtung.
Hotel für 2 Nächte.
5.Tag:
Ruhetag Pécs, Stadtbesichtigung
Diese besonders schöne Stadt, ein neuer Teil des Weltkulturerbes,
erwartet
Sie mit einer Reihe von beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Die
wichtigsten Kirchen, Baudenkmäler und Kulturstätten zeigen
wir Ihnen.
Pécs (deutsch: Fünfkirchen), dieses Kleinod von Transdanubien,
ist der
wichtigste Geburtsort des Jugendstils in Ungarn. Pécs unter dem
Namen
Sopianae wurde zu einem Verwaltungszentrum des Römischen Imperiums.
Später wurde es in Anspielung auf seine fünf Kirchen ”Quinque
Ecclesiae”
genannt; daher stammt auch die deutsche Bezeichnung Fünfkirchen.
Geheimnisvolle römische Grabkammern (Katakomben), wunderschöne
christliche Kirchen, türkische Baudenkmäler (Kuppelmoschee
und
schlankes Minarett), kunstvolle ZsolnayKeramiken im Jugendstil,
gemütliche Lokale und Cafés – das ist Pécs
mit seinem südeuropäisch-mediterranem Flair. Abendessen und Übernachtung im selben Hotel.
6.Tag
– Radeln, Baden und Relaxen - ca. 47 km
Zunächst kurzer Transfer bis zur Landschaft von Ormánság.
Dieses Gebiet
umfaßt 45 typisch ungarische Dörfer in der Drau-Ebene. Die
meisten
Straßen sind Weiden und Pappelalleen. Früher gab es in dieser
Gegend
die sog. ‚Sohlenhäuser‘. Heute ist diese Bauweise eine
lokalhistorische
Sehenswürdigkeit. Wir radeln neben kleinen Wäldern, Obstgärten
und
Weinbergen bis zum berühmten Badekurort Harkány. Das Klima
ist hier
schon fast mediterran. (ca. 2000 Std. jährlich Sonne). Das Wasser
kommt
mit einer Temperatur von 62 °C aus der Erde. Das Bad begann seine
Aktivitäten im Jahre 1823. Wenn nicht früher, spätestens
ab heute müssen
die Badeanzüge und Handtücher stets griffbereit sein! Das schön gelegene
ThermalStrandbad von Harkány ist vor allem wegen des schwefelhaltigen,
an Sulfid und Karbonsulfidreichen Heilwassers beliebt. Die Einrichtungen
des südlichsten Heilbads in Ungarn liegen in einem Kurpark mit zwei
Heilbecken mit Wassertemperaturen von 35 und 37 °C sowie 5 Strandbecken
mit Wassertemperaturen von 25-35 °C. Abendessen und Übernachtung.
7.Tag:
Entlang
der Rotwein-Straße - ca. 53 km
Zuerst per Rad nach Siklós, dann sehen wir auf dem über der Stadt
liegenden Hügelhang die gleichnamige Burg (14.-15. Jh.), die auf eine
700-jährige Geschichte zurückblickt an. Innerhalb der Burgmauern steht
eine kleine gotische Kapelle (Anfang 15. Jh.), die für ihre Fresken und
ihre ungewöhnliche Deckenbearbeitung berühmt ist. Von hier haben wir
schöne, freie Panoramablicke. Wir radeln durch das Villány-Siklóser
Weingebiet. Die günstigen Bodenbedingungen und das submediterrane Klima
lassen hier die süffigsten Rotweine Ungarns reifen. Bekannte Weinsorten
sind der Portugieser, Merlot, Cabernet und Pinot Noir. Endlich kommen wir
im Herzen der Weinregion in Villánykövesd an. Am Berghang wurden mehrere
Dutzend Keller in zwei Reihen gebaut. Die geschlossene rhythmische
Reihenbildung stellt eine architektonische Besonderheit dar. In einem
schönen Weinkeller essen wir zu Abend und nehmen wir eine
zünftige Kostprobe der erstklassigen Weine.
8.Tag:
Wildreservat von Gemenc - ca. 39 km
Nach einem Bustransfer radeln wir auf dem gut befestigten Damm entlang
des einmaligen Naturschutzgebiets
an der Donau
nordwärts. Ungarns größtes
Wildreservat, der Gemencer Wald,
das einzige Überschwemmungs-Waldgebiet Europas beginnt bei der
Donaumündung des Plattensee-Donaukanals und hat eine Breite von 3-5 km
und eine Länge von 26 km. Die darin
befindliche Pflanzenwelt hat Urwaldcharakter und
bildet den Lebensraum für Großwild
wie Rothirsch, Damwild, Wildschwein und Vögeln aller Art. Das umliegende
Wildreservat ist ein Auwald mit 50.000 Hektar im Hochwassergebiet der
Donau. Lassen Sie sich von all der
schönen Natur und der außergewöhnlichen Vegetation beeindrucken! Während
der Donauhochwasser bewachsen die tiefer liegenden Gebiete mit Schilf-
und Binsengras. Besichtigung
eines mehr als 100 jährigen Ausstellungsgebäudes, in dem das Gemencer
Lebensraumgebiet dargestellt ist. Schließlich Bustransfer nach
Budapest. Abendessen und Übernachtung im Budapester Hotel.
9.
Tag: Abreise
Nach dem Frühstück individuelle Abreise oder Verlängerungstag in
Budapest
Reise
buchen