Durch
die weißen Dörfer Andalusiens
-
In elf Tagen durch 1001 Nacht - von Ronda über Sevilla und
Cordoba nach Malaga -
In
der von der Natur verwöhnten Landschaft im Westen Andalusiens siedelten
Phönizier, Römer, Mauren und Christen - und alle hinterließen
ihre Spuren.
Kaum eine Stadt, die nicht Zeugnisse aus den unterschiedlichen Epochen
in
ihren Mauern vereint: In RONDA bauten die Mauren auf römischen
Fundamenten, daneben, nach der Reconquista, die Christen.
CADIZ erlangte unermeßliche Reichtümer, als spanische Galeonen
die
Gold- und Silberschätze Amerikas hier löschten. Iberer, Karthager,
Römer
und Mauren legten die Fundamente für Don Juan, Carmen und den berühmten
Barbier von SEVILLA.
In CORDOBA wurde Toleranz gelebt, Christen und
Mauren beteten gemeinsam in einer westgotischen Basilika.
Historisch
vielfältig sind auch unsere Hotels. Im “Reina Victoria”
in RONDA
arbeitete und wohnte Rainer Maria Rilke. Und die Häuser ALMORAIMA,
PALMA DA RIO und CARMONA waren früher Kloster oder wurden auf
Klosterruinen erbaut.
Der Abwechslungsreichtum setzt sich in der Landschaft fort: Aus
wildromantischer Berglandschaft fahren wir hinab zum MITTELMEER,
weiter zum ATLANTIK und schließlich durch das fruchtbare Tal des
RIO GUADALQUIVIR.
Die
ersten 1 ½ Fahrradtage verlangen Ihnen körperlich etwas
mehr ab,
der Begleitbus ist aber meist in Ihrer Nähe. Die übrigen Radstrecken
sind
überwiegend flach.
Reiseverlauf
1. Tag: Anreise Ronda
Flug
nach Malaga. Es werden zwei Transfers vom Flughafen Malaga zum
Hotel in Ronda organisiert. Bitte beachten Sie, dass Sie bei einer späten
Flugankunft u.U. nicht am Stadtrundgang teilnehmen können.
Unsere Reiseleiter erwarten Sie um 19 Uhr im traditionsreichen Hotel
“Reina Victoria” in Ronda zu einem kleinen Stadtrundgang.
Seit
dem 18. Jahrhundert gilt RONDA als Geburtsstätte des modernen
spanischen Stierkampfs, der corrida: Ihre Stierkampf-arena, die plaza
de
toros, ist die älteste des ganzen Landes. Besuchern steht sie zur
Besichtigung offen. Die Stadt selbst thront, einem Adlernest gleich,
hoch
über der Schlucht Tajo de Ronda. Dieser 160m tiefe Felsspalt trennt
sie in
zwei Teile: in die aus maurischer Zeit stammende Altstadt und die nach
der
christlichen Eroberung gegründete Neustadt.
2.Tag:
Ronda-Almoraima, 64 km Rad
Nach einer kurzen Abfahrt gelangen wir mit unseren Rädern in das
abgelegene Tal des RIO GUADIARO, dem wir zunächst flussabwärts
folgen.
An unserem Weg liegen wunderschön weiß gekalkte Dörfer
- eine typische
Erscheinung im Süden Spaniens. Allmählich verlassen wir die
Höhen, bis wir
das Ziel unserer heutigen Radetappe, die “Residencia La Almoraima”,
ehemals Kloster und Herzogsresidenz, erreichen. Der mit duftenden
Orangenbäumen bepflanzte Innenhof bietet ein lauschiges Plätzchen
für
einen abendlichen Aperitif.
3.
Tag: Almoraima - Zahara de los Atunes, 35 km
Nach einem Transfer zu Beginn dieses abwechslungsreichen Tages
geht
unser Weg durch den NATURPARK LOS ALCORNOCALES. Wenn wir
Glück haben, stehen freilaufende Kühe und halbwilde Pferde
staunend am
Wegesrand. Auch Wildschweine, Lieferanten des köstlichen Serrano-Schinkens, gesellen sich oft dazu. Aus dem “Naturpark der Korkeichen”
radeln wir zur Atlantikküste. Anschließend führt uns
eine kleine Wanderung
zum Leuchtturm Cabo de Garcia. Wieder auf den Rädern, bestaunen
wir
kurz darauf einen der luxuriösesten Villenorte der COSTA DE LA
LUZ.
Wir übernachten im Badeort ZAHARA DE LOS ATUNES.
4.
Tag: Zahara de los Atunes - Véjer de la Frontera - Zahara de
los Atunes, 27 km
Morgens können Sie durch VEJER DE LA FRONTERA, eines der schönsten
“weißen” Dörfer Andalusiens, bummeln. Der hoch
über der Küste auf einem
Felsplateau gelegene Ort steht komplett unter Denkmalschutz.
Die weißgekalkten Häuser in den verwinkelten Gassen
beherbergen kleine
Geschäfte und nette Bodegas. Unsere Radstrecke führt durch
einen
Naturpark mit Pinienbäumen wieder runter an die Küste. In
BARBATE kann
man förmlich riechen, dass der frisch gefangene Thunfisch direkt
weiterverarbeitet und von hier aus exportiert wird. Zurück in ZAHARA
bleibt
genügend Zeit für ein erfrischendes Bad in den kühlen
Wellen des Atlantik
oder einen langen Strandspaziergang. Der heutige Abend steht Ihnen zur
freien Verfügung.
5.
Tag: Zahara de los Atunes - Cádiz, 39 km
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des ATLANTIK: Mit unseren Rädern
folgen wir der COSTA DE LA LUZ nach Norden. Kilometerlange Sandstrände
säumen die “Küste des Lichtes”. Mittags genießen
wir in CONIL DE LA
FRONTERA, einem hübschen Badeort, Fisch und Tapas direkt am Strand.
Weiter geht es durch moderne Urlaubsorte mit zahlreichen Golfplätzen.
Die letzten Kilometer zum Etappenziel CADIZ legen wir ohne Räder
zurück.
Erschrecken Sie nicht ob der modernen Hochhäuser, die sich aneinander
gereiht auf die schmale Landzunge zwängen - hinter der alten Stadtmauer
schlummert eine bezaubernde Altstadt. Wir übernachten in dem “Parador
Atlántico”, von dessen Swimming-Pool Sie direkt auf den
Ozean blicken.
Zum Abendessen führen unsere Reiseleiter Sie in das beste Restaurant
der
Stadt, ins “El Faro”.
6.
Tag: Cadíz - Sevilla, ohne Räder
Morgens bringt uns eine Fähre auf die andere Seite der Bucht von
Cádiz
nach EL PUERTO DE SANTA MARIA. Wir besichtigen und probieren in
einer der berühmten Sherrykellereien. Unsere Mittagspause verbringen
wir
in einem rustikalen Fischrestaurant.
Am frühen Nachmittag steigen wir in den Zug nach SEVILLA, die
“Hauptstadt des Flamencos”. Tauchen Sie mit uns ein in die
von
südländischer Lebensfreude geprägte moderne Metropole
mit ihren
historischen und kulinarischen Highlights. Nach der Besichtigung der
beeindruckenden Kathedrale zeigen wir Ihnen das romantische Barrio Santa
Cruz. Am Abend haben Sie Gelegenheit, auf eigene Faust eine Tour durch
die zahlreichen Tapas-Bars und Bodegas zu unternehmen.
7.
Tag: Sevilla - Carmona, 24 km
Am Vormittag können Sie die bezaubernde Hauptstadt Andalusiens
noch
einmal alleine erkunden. Am frühen Nachmittag folgen unsere Räder
dem
Lauf des RIO GUADALQUIVIR flussaufwärts: “Großes Wasser”
nannten die
Araber den einzigen heute noch schiffbaren Fluss Spaniens. In seinem
breiten Tal erstreckt sich die fruchtbare, flachwellige Landschaft der Campina.
Im Frühjahr verströmen unzählige Zitrusfrüchte ihren
Duft, während ab
September die Baumwollfelder das Land in Watte hüllen. Inmitten
dieser
Sinnesfreuden tauchen die zahlreichen Türme des auf einem Hügel
gelegenen CARMONA auf.
Unsere heutige Unterkunft "Alcazar de la Reina" ist ein palastähnliches
Herrenhaus, das auf den Ruinen eines Klosters errichtet wurde und inmitten
der Altstadtgassen liegt.
8.
Tag: Carmona - Palma del Rio, 58 km
Morgens unternehmen wir einen kleinen Rundgang durch den unter
Denkmalschutz gestellten Ortskern mit eine Fülle alter Paläste
und Kirchen.
Ein langer Radtag liegt vor uns, auf dem uns fruchtbare Landschaft,
der Blick
auf die Ausläufer der nördlichen SIERRA MORENA und ebene,
gut
asphaltierte und wenig befahrene Sträßchen begleiten werden.
In PALMA
DEL RIO werden wir in der “Hospederia Convento de San Francisco”
erwartet.Unser stimmungsvolles Hotel befindet sich in einem Ende des 15.
Jahrhunderts errichteten Franziskanerkonvent. Die ehemals kargen
Mönchszellen wurden zu komfortablen Zimmern umgebaut. Die Klosterküche
zählt zu den besten der Region.
9.
Tag: Palma del Rio - Cordoba, 37 km
Zum letzten Mal radeln wir durch die Ebene des RIO GUADALQUIVIR.
Die weite, welliger werdende Landschaft eröffnet immer wieder reizvolle
Blicke auf die trutzige Burg von ALMODOVAR DEL RIO. Schließlich
ist
CORDOBA erreicht: Neben Sevilla und Granada zählt die Stadt zu
den drei
Perlen Andalusiens. Wir logieren im Hotel Conquistador direkt an der
Mezquita, dem weltberühmten Bauwerk und können den idyllischen
Innenhof
unseres Hotels bei einem café con leche genießen. In der
verbleibenden Zeit
haben Sie die Möglichkeit, durch die weißen Gassen der Juderia,
des
ehemals jüdisch-maurischen Altstadtviertels, zu bummeln.
10.
Tag: Cordoba - Malaga, ohne Räder
Am Vormittag besichtigen wir die Mezquita - Moschee und Kathedrale in
einem. Sie erinnert an die glanzvolle Zeit des maurischen Kalifats und
ist
einzigartig. Gegen Mittag bringt uns der Hochgeschwindigkeitszug nach
MALAGA. Ein kurzer Bummel durch die bereits in phönizischer Zeit
gegründete Hafenstadt zeigt, dass ihr Reiz vor allem in ihrer südspanischen
Lebendigkeit liegt. Vom Burgberg aus haben Sie einen guten Blick über
die
Häuser auf das Mittelmeer. Unseren letzten gemeinsamen Abend begehen
wir in einem Restaurant in der Stadt.
11.
Tag: Abreise
Nach dem Frühstück endet unsere Andalusien-Tour. Per Taxi
gelangen Sie
(auf eigene Kosten) zum nahe gelegenen Flughafen Malaga.
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